Nochmal der gleiche Fehler !
Man kennt das aus den Asterix Heften. Eine Gruppe Römer wird nacheinander von Obelix verhauen. Spätenstens nachdem der zweite Soldat bewusstlos am Boden liegt, sollte der Gegner doch begriffen haben, daß hier keine Erfolg zu erzielen ist. Trotzdem wird weiter angegriffen. Im den Asterix Heften ist das ein mehr oder weniger amüsanter Running Gag, der einfach dazugehört.
Solches Verhalten im echten Leben wäre ziemlich bescheuert und doch gibt es das - auf freiwilliger Basis.
In den letzten Monaten vervielfältigt sich das Angebot an Lesegeräten und Kaufplattformen für elektronische Bücher.
Dabei ignorieren alle die schmerzhafte Lektion, die die Musikindustrie lernen musste.
Der Konsument lehnt die Gängelung, die unter dem Namen DRM (Digital Rights Management) bekannt ist, rundweg ab. Nicht weil er in der Illegalität reüssieren will, sondern weil er einfach das Produkt ohne Schwierigkeiten dort 'handhaben' will wo er möchte. Auf dem PC, auf dem Laptop, auf dem Mp3 Player, auf dem Smartphone. Dieser, ansich doch leicht nachvollziehbare, Grund wird von der Industrie ignoriert.
Ausserdem ist der gemeine Konsument nicht so blöd, wie der Handel ihn gerne hätte. Das ein elektronisches Buch in Deutschland den selben Preis hat, wie ein gebundenes Buch im Laden, obwohl die Produktion deutlich preiswerter ist und die ganze Logistik wegfällt, ist nicht nachvollziehbar und wird bemerkt.
Digitale Musik und die Vertriebsplattformen wurden in dem Moment richtig erfolgreich als es möglich wurde EIN Format auf unterschiedlichen Systemen abzuspielen und eine Sicherheitskopie anzufertigen. Wenn die Verlage sich dieser, in der Vergangenheit bewiesenen Wahrheit, verschliessen wird der Erfolg ausbleiben.
Schade.
